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#MyTreeMusicMonday Eine akustische Reise mit dem Berner Schlagzeuger Julian Sartorius “Hidden Tracks: Basel – Genève”

#MyTreeMusicMonday Eine akustische Reise mit dem Berner Schlagzeuger Julian Sartorius “Hidden Tracks: Basel – Genève”

Für sein neustes Projekt wanderte der Berner Schlagzeuger Julian Sartorius zehn Tage lang durch die Schweiz. Mit im Gepäck: Zwei Schlagzeugstöcke – und die Neugierde, welche Klänge sich damit den Dingen am Wegrand abgewinnen lassen. Aus den gesammelten Beats entstand das Album «Hidden Tracks: Basel – Genève», eine experimentelle Klangcollage, in der die Schweiz jenseits der gängigen Klischees neu vermessen wird.

 

 

Auch im Vertrieb des Albums geht Sartorius neue Wege:

Verkauft wird es nicht nur als Vinyl-Platte, sondern auch als Wanderkarte mit Download-Code. Bereits für sein letztes grosses Solo-Projekt «Beat Diary» (2012 / Everest Records) verliess Julian Sartorius das Studio: Ein Jahr lang spielte er jeden Tag einen Track in seiner unmittelbaren Umwelt ein. Für «Hidden Tracks: Basel – Genève» ging Sartorius tausende Schritte weiter: Er packte im Oktober 2016 seinen Rucksack und wanderte innert zehn Tagen zu Fuss von Basel über den Jura-Höhenweg nach Genf (270 Kilometer). Als Resonanzkörper diente Sartorius alles, was er unterwegs antraf: Baumstämme, WanderwegDrehkreuze, leere Silos, ein Mais-Stoppelfeld – jedem Ding sein Sound. Als Entdecker des Alltäglichen liess Sartorius mit seinen Schlagzeugstöcken eine Klangwelt entstehen, die dem eiligen Wanderer verborgen bleibt. Mit einem Rucksack voller Beats kehrte Sartorius zurück ins Studio, wo das Album «Hidden Tracks: Basel – Genève» entstand. Sartorius hat die unterschiedlichen Tonspuren editiert, überlagert und neu kombiniert. Entstanden ist eine experimentelle Klangcollage, in der jeder Track für einen zurückgelegten Wandertag steht und wo Altbekanntes auf Unerhörtes trifft. Das Album «Hidden Tracks: Basel – Genève» erscheint im Juni 2017 auf dem Berner Label Everest Records in zwei Formaten: Einerseits als Wanderkarte inklusive Download-Code (Gestaltung: Silvio Brügger), die den Weg von Sartorius nachvollzieh- und nachwanderbar macht. Andererseits als regulärer 12’’-VinylRelease. Zudem wird ein Track des Albums in limitierter Auflage auf bearbeiteten Postkarten veröffentlicht, die sich mit einem Plattenspieler abspielen lassen.

Die Release-Tournee zu «Hidden Tracks: Basel – Genève» findet in Form von begleiteten Rundgängen statt, bei denen Sartorius mit den Dingen improvisiert, die er am Wegrand antrifft. Ein Mikrofon sorgt dafür, dass auch die leisen Töne registriert werden, das Publikum folgt Sartorius mit Funkkopfhörern. Diese exklusiven Rundgänge (Platzzahl beschränkt) starten und enden jeweils in ausgewählten Musikclubs.

ÜBER JULIAN SARTORIUS

1981 in Thun geboren. Ausbildung als Schlagzeuger bei Dozenten wie Fabian Kuratli, Pierre Favre und Norbert Pfammatter an den Jazzschulen in Bern und Luzern und kollaboriert seither mit Musikern wie Matthew Herbert, Shahzad Ismaily, Sylvie Courvoisier, Dimlite, Merz, Fred Frith, Sophie Hunger, Rhys Chatham und vielen anderen. Tourneen führten ihn durch Europa, nach Südamerika, Japan, Kanada und in die USA. Zudem spielt Julian Sartorius Solo-Konzerte in ganz Europa. Sartorius gewann zahlreiche Preise – und 2014 war er zusammen mit einer Auswahl der einflussreichsten Schweizer Musikern für den ersten Swiss Music Prize nominiert. Sartorius veröffentlichte diverse Solo-Alben, unter anderem die 12-LP-Box «Beat Diary», die 365 Beats und ein Fotobuch umfasst. Seine Videoinstallation «Schläft ein Lied in allen Dingen» wurde in verschiedenen Kunstgalerien gezeigt. Eine weitere audiovisuelle Arbeit ist sein WebProjekt Morph: Täglich fügt Sartorius seiner Bildcollage neue Elemente hinzu – und verändert den 8- Sekunden-Klangloop. Julian Sartorius lebt und arbeitet in Bern.

http://juliansartorius.com/

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