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Mamis aufgepasst! Hier gibt es einen Dialog zwischen zwei Super-Mamis.

Mamis aufgepasst! Hier gibt es einen Dialog zwischen zwei Super-Mamis.

Wieso Supermamis? Sind nicht alle Mamis Supermamis?

Fabienne Truffer (fadenkorb.ch & mamabuero.ch) und Kathrin Buholzer (elternplanet.ch) unterhalten sich im folgenden schriftlichen Dialog über wichtige Alltagsfragen und können vielleicht auch manchen Papis noch ein paar Tips in Erziehungfragen geben. Denn sie haben es irgendwie geschafft den Beruf und das Familien-Management unter einen Hut zu bringen.

Dialog zwischen Fabienne Truffer  und Kathrin Buholzer

 

Fabienne: www.facebook.com/mamabuero 

 

Kathrin: www.facebook.comn/elternplanet 

#elternplanet #sunset #Familyblogger #lebenmitkindern #erziehung

Ein Beitrag geteilt von Kathrin (Frau Elternplanet) (@elternplanet) am

 

Ihr habt offenbar zahlreiche Gemeinsamkeiten. Wie haben sich eure Wege gekreuzt?  (Kurze Vorstellungsrunde)

 

Fabienne: Ehrlich gesagt, haben wir uns noch nie persönlich kennengelernt! Wir sind zusammen in der Facebookgruppe “Networkingmoms”! Eine Gruppe Mamis, welche ein Business haben und einander helfen.

Das Mamabüro

Kathrin: Das geht mir mit vielen Bloggern so. Zuerst “kennt” man sich nur online und irgendwann mal, trifft man die meisten dann auch im “richtigen” Leben.

Der Erziehungsbasar von Kathrin

 

Was bedeutet es für euch Mama zu sein? Wo liegen heutzutage die grossen Herausforderungen? (Life-Work-Balance?)

 

Fabienne: Mama sein ist grosses Geschenk – aber auch eine grosse Herausforderung! Besonders sich selber, die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ziele nicht zu verlieren, finde ich eine grosse Aufgabe!

 

Kathrin: Das man einfach mal ein paar Stunden am Stück an seinen Sachen arbeiten kann. Ständig kommt irgend etwas dazwischen. Schnell einkaufen gehen, dann eine Wäsche machen, dann brauchen die Kids bei irgend etwas Hilfe, dann muss man sich schon wieder überlegen was man kochen soll…

 

In der Schweizerischen Bundesverfassung steht folgendes:

 

3. Abschnitt: Bildung, Forschung und Kultur

Art. 61a17 Bildungsraum Schweiz
1 Bund und Kantone sorgen gemeinsam im Rahmen ihrer Zuständigkeiten für eine hohe Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraumes Schweiz.
2 Sie koordinieren ihre Anstrengungen und stellen ihre Zusammenarbeit durch gemeinsame Organe und andere Vorkehren sicher.
3 Sie setzen sich bei der Erfüllung ihrer Aufgaben dafür ein, dass allgemein bildende und berufsbezogene Bildungswege eine gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung finden.

Art. 62 Schulwesen*
1 Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig.
2 Sie sorgen für einen ausreichenden Grundschulunterricht, der allen Kindern offen steht. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder Aufsicht. An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich.
3 Die Kantone sorgen für eine ausreichende Sonderschulung aller behinderten Kinder und Jugendlichen bis längstens zum vollendeten 20. Altersjahr.
4 Kommt auf dem Koordinationsweg keine Harmonisierung des Schulwesens im Bereich des Schuleintrittsalters und der Schulpflicht, der Dauer und Ziele der Bildungsstufen und von deren Übergängen sowie der Anerkennung von Abschlüssen zustande, so erlässt der Bund die notwendigen Vorschriften.

 

Was fällt euch spontan dazu ein und wie werden diese Gesetze im Allgemeinen umgesetzt? Was sind eure Erfahrungen mit Kindern im schweizer Bildungssystem?

 

Fabienne: Naja, das Gesetz oben ist sehr allgemein gehalten, das sagt nicht so viel aus und beinhaltet nur die Grundidee der Bildung! Eigentlich wollte ich diese Frage auslassen, wohlwissend, dass ich zum Thema “Schule” nicht emotionslos antworten kann. Aber nach einem Nachmittag heuen, kreisten doch zu viele Gedanken um diese Frage! Denn emotionslos ist genau das Stichwort! Als ehemalige Kindergärtnerin nach alter Schule, fehlt mir die Hand und das Herz oftmals in der Schule. Die verlangten Kompetenzen sind so generalisiert und über manchen Sinn des Wissensstoffes kann man diskutieren.

Da werden Fischen die Flossen gestutzt und Flügel heran gelernt und Vögel werden die Flügel gestutzt und dafür erhalten sie Flossen. Alle können etwas, aber niemand was richtig.

Und doch gibt es Lehrpersonen, die es schaffen, auch Hand und Herz zu berühren! Die mit ihrem Einsatz den Fischen die Flossen lassen und nur noch die Flügel antrainieren – weil es so verlangt wird….! Diesen Lehrpersonen gehört ganz grosses Dankeschön!!!

Auch die frühe Einschulung mit vier Jahren berührt mich sehr. Da werden den Mamis die Kompetenzen abgesprochen, ihre Kinder bis 5 selber fördern und unterhalten zu wissen. Und jaaaa, in anderen Ländern gehen die Kinder noch viel früher zur Schule. Aber geht es diesen Länder besser als uns in der Schweiz. Sind dort die Erwachsenen mit 20 gescheiter, glücklicher, erfolgreicher?

 

Kathrin: Ich finde es immer schwierig Pauschalurteile abzugeben. Es gibt ganz viele Lehrpersonen, die wirklich mit Herzblut dabei sind, sich engagieren und die Kinder berühren und motivieren können. Doch leider gibt es auch ganz viele, denen das Gespür fehlt, die Kinder einfach nur bloss stellen, einfach einen 0815 Job machen. Lehrer haben eine riesige Verantwortung und viele sind sich derer nicht wirklich bewusst. Ganz oft ist aber auch die Führung, sprich die Schulleitung einfach nicht in der Lage, den Lehrern ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen, sie bei Schwierigkeiten angemessen zu unterstützen. Es ist ein anspruchsvoller Job und die Wertschätzung dafür  ist in den letzten Jahren nicht unbedingt gestiegen.
Ein ganz schwieriges Thema, da könnte ich mich stundenlang darüber auslassen. Als ausgebildete Primarlehrerin und als Mutter, kenne ich beide Seiten. 🙂

 

Sind Frauen die besseren Führungspersonen, da sie Familienmanagerinnen sind?

 

Fabienne: Es gibt auch Männer die tolle Familienmanger sind! Worin Frauen und Männer besser oder schlechter sind ist sowieso eine müssige Diskussion. Einfach anders – und das ist doch auch gut so!

 

Kathrin: Keine Ahnung. Auch das kann man pauschal nicht beurteilen, finde ich.

 

Wann können sich Eltern gegenseitig auf die Schultern klopfen? Haben die Eltern wirklich einen so grossen Einfluss auf die Erziehung wie sie selber denken? Wieviel vom Verhalten ist eurer Meinung nach genetisch veranlagt?

 

Fabienne: Ha, da müsstest du wohl einen Genetiker fragen, keine Ahnung! Jedes Kind bringt einen grossen Rucksack mit an Genen von den Eltern wie auch den Vorahnen. Sicher ist vieles genetisch angelegt. An den Eltern liegt es, die Stärken zu entdecken und zu fördern!

Erziehung besteht aus zwei Dingen: Beispiel und Liebe!

(Friedrich Fröbel)

 

Kathrin: Es gibt ganz klar genetische Veranlagungen, die wir nicht beeinflussen können. Trotzdem haben Eltern einen grossen Einfluss auf ihre Kinder. Die Kinder spiegeln unser Verhalten 1:1. Für Eltern ist es manchmal recht ungewohnt zu merken:

Hey, wenn ich mein Verhalten ändere, dann ändert sich auch das meiner Kinder.

Es braucht oft gar nicht viel, damit wieder etwas mehr Ruhe und Harmonie einkehrt. Ganz wichtig finde ich, dass man als Eltern versucht, den Fokus wieder mehr aufs Positive zu legen. Ganz oft sind wir mit unseren Kindern in Kontakt, wenn sie sich “daneben” benehmen. Positive Anerkennung und Wertschätzung kommen im hektischen Alltag leider ganz oft zu kurz.

 

Kennt Ihr eyes-open.org? Was denkt Ihr darüber?  Welche Charity-Organisationen unterstützt ihr und wieso?

 

Fabienne: Nein, kannte ich nicht! Aber ich finde es eine gute Sache. Die Unterstützung von Kindern liegt mir sowieso sehr am Herzen. Ich habe letztes Jahr die Cisol Suiza unterstützt, sowie an unserer Weihnachtsausstellung “Perron de noël” in Leukerbad ging der Kantinen-Erlös an die Stiftung Zuckerpuppa.ch!

 

Kathrin: Ich kannte es bis jetzt auch nicht. Mich berühren Projekte besonders, die mit viel Herzblut ins Leben gerufen wurden. Herzensbilder.ch ist zum Beispiel so ein Projekt.

 

Worauf achtet ihr bei der Wahl von Projekten, die ihr unterstützen wollt?

 

Fabienne: Ich mag Projekte mit Kindern und nachhaltige Projekte in den jeweiligen Ländern!

Kathrin:  Da hab ich kein bestimmtes Konzept. Es muss mich wie gesagt berühren, eine Botschaft vermitteln.

 

Habt Ihr auch noch andere innovative Projekte oder was steht als nächstes an?

 

Fabienne: Am 15. September startet erstmals mein Mamabürokurs, indem ich Mamis Planungshilfe im Alltag anbiete für mehr Freude und Zeit für sich und die Familie!

 

Kathrin: Im Moment habe ich so viele Anfragen und Kooperationen in Aussicht, dass ich manchmal fast nicht mehr weiss, wo mir der Kopf steht. Das Thema “Umgang mit Geld” zum Beispiel wird in nächster Zeit, immer mal wieder Thema auf dem Blog sein. Leider wird da in der Öffentlichkeit nicht oft und nicht so gerne darüber gesprochen, das möchten wir mit dieser neuen Rubrik ein bisschen ändern.
Ausserdem bin ich immer mehr in der ganzen Schweiz unterwegs, mit Vorträgen und Kursen. Da freu ich mich sehr darüber.

 

Welche Fragen möchtet Ihr euch gegenseitig stellen? Ihr habt jetzt die Gelegenheit dazu diese zu beantworten.

 

Frage: Antwort:
Fabiennes Frage: Kathrins Antwort:
Kathrin,​ ​wie​ ​kam​ ​dir​ ​die​ ​Idee​ ​zum Elternplanet​ ​und​ ​den​ ​tollen​ ​Tipps​ ​per Video? Eigentlich ging es am Anfang darum, eine Seite zu haben, auf der die Eltern sich für meine Kurse anmelden konnten. Dann hab ich das Forum aufgeschaltet, damit die Eltern nach meinen Kursen mit mir in Verbindung bleiben konnten. Das hat dann aber natürlich auch andere Eltern neugierig gemacht und sie haben angefangen Fragen zu stellen. Ich hab mir dann überlegt, dass es praktisch wäre, wenn man meine antworten auch anschauen könnte und da bin ich auf die Idee mit den YouTube Videos gekommen. Ich hab mir gedacht, dass es so was sicherlich schon gibt und hab mich dann auf YouTube umgeschaut und war sehr erstaunt, dass es ausser Hundewelpen-Erziehungstipps, nix zum Thema “Kindererziehung” gab. Und so hab ich dann an einem Nachmittag, bei mir auf dem Sofa, mit meiner Webcam das erste Video hochgeladen.
Fabiennes Frage: Kathrins Antwort:
Wie​ ​findest​ ​du​ ​die​ ​neuen​ ​Themen​ ​zu einem​ ​Video? Meistens durch Fragen aus dem Forum, von Facebook oder natürlich auch von meinen eigenen, persönlichen Erfahrungen.
Videos hab ich aber schon längere Zeit nicht mehr gemacht. Wer YouTube ein bisschen verfolgt der weiss, dass sich die Plattform sehr zum Negativen verändert hat. Normale Formate haben kaum mehr eine Chance, das Zielpublikum meiner Videos ist leider nicht das Zielpublikum von YouTube.
Wenn ich mal wieder Videos hochlade, dann nutze ich YouTube nur noch als Abspielplattform, meine Community finde ich dort leider nicht mehr.
Wirst​ ​du​ ​im​ ​Alltag​ ​oft​ ​auf​ ​deinen Internetauftritt​ ​angesprochen?​ ​Wirst​ ​du auch​ ​mal​ ​privat​ ​angesprochen​ ​und​ ​um schnelle​ ​Tipps​ ​angefragt? Ja, das passiert in letzter Zeit recht oft. Dass ich irgendwo bin und dann jemand winkt und ruft: “Hey, Frau Elternplanet!” oder “Ich lese immer deinen Blog.”
Manchmal hab ich auch das Gefühl, dass die Leute mich kennen, aber dann nicht mehr genau wissen woher oder sich dann nicht getrauen “Hallo” zu sagen.
Ja, ich werde immer mal wieder um Tipps gefragt, wenn es passt und ich grad Zeit habe, dann geb ich natürlich auch immer Auskunft.
Kathrins Frage:
Wie ist die Idee zu deiner Seite entstanden?
Woher kommt deine Liebe zu Puppen?
Fabiennes Antwort: Ich war immer schon ein Puppenmami und habe sehr lange Bäbi gespielt. Als ich für mein grosses Mädchen eine Waldorfpuppe suchte wurde ich einfach nicht fündig was meinem Geschmack entsprach. Also machte ich selber eine…und konnte nicht mehr aufhören….
Kathrins Frage:
Wie lange arbeitest du an so einer Puppe und stimmt für dich “Aufwand und Ertrag”?
Fabiennes Antwort: Je nach Frisur und Kleidung schaffe ich eine Puppe in ca. 6-8 Stunden. Natürlich stimmt da Aufwand und Ertrag in keinster Art und Weise. Aber mit den Kursen kann ich es nun ausgleichen…!
Kathrins Frage:
Es gibt mittlerweile sehr viele Mütter, die einen Online-Shop (auch mit selbstgemachten Sachen) betreiben. Wie schwierig ist es für dich, in der Flut der vielen Angebote, von deinen potenziellen Kunden gefunden zu werden?

Ja das stimmt, aber mit den Puppen und den Kursen dazu bin ich gut positioniert! Da gibt es nicht viele auf dem Markt! Es gilt vermehrt zu sensibilisieren, dass eine handgemachte Puppe einen ganz anderen Wert und Sinn darstellt im Kinderzimmer….

 

Habt Ihr schon mal einen Baum umarmt? Wann das letzte Mal und wieso? P.S. ist gesund…

 

Fabienne: ​Ja,​ ​vor​ ​zwei​ ​Jahren​ ​mit​ ​meinen​ ​Mädchen.​ ​Eigentlich​ ​nur​ ​um​ ​ihn​ ​zu​ ​umfassen.

 

Kathrin: Ja und dann hatte ich an meinem Pulli alles voller Harz…

 

 

Herzlichen Dank für Deine Zeit und die Beantwortung dieser Fragen.

 

#MyTreeMusicMonday THIS is #Music. F*** the Charts. Keep calm and #Jazz.

http://www.gerald-huether.de/

Vorträge von Prof. Dr. Gerald Hüther